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Schreiben an den Pharmakonzern Baxter- 11.12.2008
Baxter Deutschland GmbH
Edisonstraße 4
85716 München- Unterschleißheim
Augsburg den 11.12.2008
Betrifft: Entschädigungsleistung für HIV- und HCV infizierte Bluter/ Hämophile
sowie an die Sekundär- Opfer, den Familien und den Hinterbliebenen
Sehr geehrte Damen und Herren,
mittlerweile ist es uns Allen klar, dass Sie - den von Ihnen verursachten Blutskandal- mit kontaminierten Gerinnungs- Faktor VIII Blutpräparaten kaltschnäutzig aussitzen möchten. Damit will ich klar und deutlich sagen, Sie verharren solange still- bis keiner von unseren betroffenen - infizierten Blutern/ Hämophilen mehr lebt. Die Familien wie die Angehörigen sowie die Hinterbliebenen interessieren Sie sowieso nicht und hat dieses auch niemals getan.
Schon in den 80er Jahren, als durch die Medien dieser größte Medizinskandal aufgedeckt wurde, zeigte Baxter, wie profitgierig dieses Unternehmen denkt. Es war Baxter egal, dass die Frauen unserer Betroffenen schwanger waren und somit in die Gefahr liefen, infizierte Kinder zubekommen und - dass die Frauen sich dadurch selbst infizierten. Kein einziges Wort kam von Baxter an die Öffentlichkeit in dem hervorging, dass die Blutgerinnungspräparate aus einem Spender-Pool - der von HIV- infizierten Blutspendern aufgesucht wurde, stammte.
Nein, es wurde weiterhin daran verdient und die Menschen, unsere Bluter - die dieses lebensnotwendige Medikament dringend zum Überleben benötigten, wurden weiterhin nur als potenzielle Geldbringer bewertet! Das Schicksal und die daraus resultierende verherrende Lebenssituation interessierte Baxter zu keinem Zeitpunkt. Und dieses hat sich bis heute nicht geändert! Die Einstellung von dem Pharmakonzern Baxter ist immer noch die selbe Strategie- nur der Profit zählt- sonst nichts!!!
Schlauerweise haben sich die Pharmaunternehmen frühgenug darum bemüht, genügend Politiker in ihre Reihen zu ziehen.
Der Fernsehbeitrag von Frontal 21 " Das Pharmakartell" belegte das sehr deutlich.
Selbst die frühere Gesundheitsministerin Frau Andrea Fischer zog es zur anderen Seite und, ist nun für die Pharmaindustrie tätig, wie so viele andere Politiker auch.
Hier wurde doch sprichwörtlich " der Bock zum Gärnter" gekürt"!!!
Verwerflich im höchsten Masse ist aber auch noch, dass die Pharmakonzerne, darunter auch Baxter bs heute behaupten, die HCV konnte erst in den 90er Jahren durch einen sicheren Test nachgewiesen werden!
Welche Verlogenheit hier doch immer noch "gepredigt" wird. Aus den Krankenakten der Betroffenen ( auch bei meinem Mann) geht eindeutig hervor, dass die HCV schon Jahre vor der HIV- Infizierung festgelegt wurde.
Die Ausrede der Pharmakonzerne- wie auch von Baxter- es gab kein sicheres Verfahren- ist schlichtweg eine LÜGE- die den Unternehmen- unter anderem auch durch die Nachläßigkeit wie auch der Schlamperei der Politiker aus dem damaligen Bundesgesundheitsamtes ( BGA), nur noch mehr in ihrer Profitgier unterstützte.
Hier verweise ich bewusst auf das Buch " Böses Blut", sowie auf das Buch " Bluternte", deren Autoren gründlichst wie ausführlich recherchierten und schon bei den ersten Todesfällen das BGA informierten.
Nur- damals wie auch noch heute- werden diese Menschen einfach todgeschwiegen, d.h. - diese Informanten werden mundtot gemacht. Sie werden massiv bedroht und selbst vor Verfolgungen wird nicht zurückgescheut.
Beweis auch hierfür ein Insider aus einem Pharmaunternehmen, der in der Sendung von Frontal 21 aussagte, dass es JEDEM Pharmakonzern NUR um den Profit geht und nicht um die Gesundheit der Patienten!
Es wurden für Genehmigungen wie Zulassungen- für ein neues noch nicht zugelassenes und noch in der Versuchsreihe stehendes Medikament- Erpressungen in privaten Bereichen angedroht und zudem Schmiergelder in schwindeligen Höhen angeboten, damit es auf den öffentlichen Markt kam.
Ärzte bekamen für die Verordnung eines noch nicht zugelasenen Medikamentes - Zuwendungen in luxuriöser Art!
Leider ist das auch heute noch gangundgebe, wie man aus den Medien entnehmen muss.
Wo bleibt da bitte die Sicherheit für die Patienten???
Auch der damalige Gesundheitsminister Horst Seehofer sagte aus, dass er seinerseits die " Rote Liste" (d.h. es werden Medikamente mit selben Wirkstoffen- aber im Preis günstiger- verordnet), einführen wollte, aber die Macht der Pharmakonzerne, die leider über eine große Lobby verfügen, so gewaltigen Druck auf die Poltik auslöste, dazu führte, dass alle Pläne dazu verworfen und vom Tisch genommen wurden.
Bleibt eigentlich für jeden Verbraucher, der auf Medikamente angewiesen ist der Eindruck: " Dasss die Politik durch die Pharmakonzerne diktiert" wird" !!!
Eine abscheuliche Vorstellung- zumal der Bericht durch Frontal 21 auch zeigte, dass an oberste Stelle der Pharmakonzerne nur der Profit steht- nicht aber die Gesundheit der Patienten!
Wiederholt fordere ich den Pharmakonzern Baxter auf, endlich eine Entschädigungsleistung an uns zu zahlen.
Wir werden unsere Schicksal NICHT totschweigen und solange öffentlich kämpfen, bis wir für das Entschädigt werden, was Sie, d.h. IHR Unternehmen uns aus reiner Profitgier zugefügt hat!
Mit freundlichem Gruß
Alice D`Angelo
www.bluter-info.de
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Veröffentlich am: 11.12.2008 (1517 mal gelesen) |
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